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FIDLEG und FINIG

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[accordion-item title=”Was ist das FINIG?”]

Beim FINIG handelt es sich um das Bundesgesetz über die Finanzinstitute («Finanzinstitutsgesetz»). Dieses regelt die Anforderungen an die Tätigkeit von in der Schweiz im Finanzsektor aktiven Unternehmen. Das Gesetz gilt insbesondere für unabhängige Vermögensverwalter, für Trustees sowie für Handelsprüfer. Es hält in erster Linie die Anforderungen bezüglich Organisation und Kapitalisierung fest.

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[accordion-item title=”Was ist das FIDLEG?”]

Beim FIDLEG handelt es sich um das Bundesgesetz über die Finanzdienstleistungen («Finanzdienstleistungsgesetz»). Dieses definiert die Verhaltensregeln, die Anbieter von Finanzdienstleistungen gegenüber ihren Kunden einhalten müssen. Das Gesetz gilt insbesondere für unabhängige Vermögensverwalter. Auf die Aktivitäten von Trustees ist das FIDLEG im Prinzip nicht anwendbar.

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[accordion-item title=”Über welche Eigenmittel müssen Finanzinstitute (unabhängige Vermögens­verwalter und Trustees) verfügen?”]

Finanzinstitute müssen über ein Eigenkapital von mindestens CHF 100 000 (Eigenmittel plus andere eigenkapitalähnliche Mittel) verfügen; zudem muss das gesamte Eigenkapital mindestens einem Viertel des jährlichen Betriebsaufwands entsprechen.

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[accordion-item title=”Ist für Finanzinstitute (unabhängige Vermögensverwalter und Trustees) eine Haft­pflicht­versicherung zwingend?”]

Eine solche Versicherung ist vom Gesetz nicht vorgeschrieben. Sie kann aber teilweise mit dem erforderlichen Eigenkapital verrechnet werden.

Die OSIF empfiehlt den Finanzinstituten jedoch, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen.

Die OSIF wird mit verschiedenen Versicherern die kostengünstigsten und qualitativ besten Angebote prüfen, die sich für Finanzinstitute eignen.

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[accordion-item title=”Wo sind die relevanten Gesetzestexte zu finden?”]

Die Texte befinden sich in den Gesetzessammlungen. Die OSIF hat eine thematisch gegliederte Zusammenfassung erstellt, die kostenlos auf der Website www.osif.ch heruntergeladen werden kann.

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[accordion-item title=”Worin bestehen die wesentlichen Anforderungen des Finanzdienstleistungs­gesetzes?”]

Das Finanzdienstleistungsgesetz, das die unabhängigen Vermögensverwalter, nicht aber die Trustees betrifft, stellt eine Reihe von Grundsätzen auf, die den bereits geltenden Regeln einer guten Geschäftspraxis entsprechen: Kundenprofil, «Appropriateness» und «Suitability» (Angemessenheit und Eignung) der den Kunden angebotenen Leistungen und Produkte, Informationspflicht, Rechenschaftspflicht, Transparenz bezüglich Kommissionen, Vermeiden von Interessenkonflikten, angemessene Organisationsform, Business Continuity Management, Gewährleistung einer einwandfreien Geschäftsführung seitens sämtlicher der Organisation angehörigen Schlüsselpersonen, angemessene Wahl und Überwachung der Delegierten, Rechnungsprüfung usw. Diese verschiedenen Punkte sind wie auch die Richtlinien zur Bekämpfung der Geldwäscherei Gegenstand der prudenziellen Aufsicht.

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OSIF

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[accordion-item title=”Was ist die OSIF?”]

Die OSIF ist ein Verein nach Schweizer Recht, der auf Anregen der ARIF (Association Romande des Intermédiaires Financiers) gegründet wurde. Der Verein ist gemeinnütziger Natur ohne Erwerbszweck.

Die OSIF wird die Zulassung als Aufsichtsorganisation im Sinne des FINIG umgehend nach dessen Inkrafttreten am 1. Januar 2020 beantragen.

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[accordion-item title=”Über welche Organe verfügt die OSIF?”]

Es sind ausgewiesene Berufsleute aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Vermögensverwaltung, Treuhand oder Finanzdienstleistungsrecht. Diese müssen unabhängig von den der Aufsichtsorganisation unterstellten Einrichtungen sein. Die Organe der OSIF bedürfen der Zulassung durch die FINMA.

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[accordion-item title=”Werden die Finanzinstitute OSIF-Mitglieder?”]

Nein, die FINMA war dagegen. Der Anschluss an eine Aufsichtsorganisation erfolgt über einen Aufsichtsvertrag zwischen dem Finanzinstitut und der OSIF, welcher die Rechte und Pflichten festlegt.

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[accordion-item title=”Kann die OSIF Sanktionen gegen mich verhängen?”]

Nein. Die OSIF kann weder Geldstrafen verhängen noch Bewilligungen entziehen. Dafür ist ausschliesslich die FINMA zuständig.

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[accordion-item title=”Worin besteht die Rolle der OSIF?”]

Die OSIF wird eine Aufsichtsorganisation (AO) sein, die über die Einhaltung der Finanzmarktaufsichtsgesetze (insbesondere die Einhaltung des FINIG, des FIDLEG und des GwG) durch die von ihr beaufsichtigten Einrichtungen wacht. Diese AO wird befugt sein, geeignete Aufsichtsmassnahmen anzuordnen. Zudem hat sie die Aufgabe, der FINMA allfällige Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihres Auftrags unverzüglich zu melden und Aufsichtsberichte nach den Vorgaben der FINMA zu erstellen.

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[accordion-item title=”Wie viele Finanzinstitute werden sich der OSIF anschliessen?”]

Derzeit hat die Association Romande des Intermédiaires Financiers, welche die Schaffung der OSIF vorangetrieben hat, zahlreiche Mitglieder, die sich einer Aufsichtsorganisation anschliessen müssen. Ausserdem gibt es in der Schweiz über 3000 Institute, die sich vermutlich einer Aufsichtsorganisation anschliessen müssen. Die OSIF wird mit einem qualitativ hochstehenden und konkurrenzfähigen Angebot dafür sorgen, dass sich ihr eine möglichst hohe Zahl von Beaufsichtigten anschliessen.

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[accordion-item title=”Wie viele Aufsichtsorganisationen wird es geben?”]

Das Gesetz hat keine Obergrenze festgelegt. Derzeit gibt es lediglich vier ernsthafte Anwärter für die Zulassung als Aufsichtsorganisation, darunter die OSIF.

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[accordion-item title=”Hat die OSIF eine Chance, als Aufsichtsorganisation zugelassen zu werden?”]

Ja. Die OSIF arbeitet bereits seit zwei Jahren auf eine Zulassung hin und steht im ständigen Kontakt mit der FINMA. Ihre Finanzierung ist gesichert und erfolgt teilweise über eine anfängliche Kapitalausstattung seitens der Association Romande des Intermédiaires Financiers (ARIF). In der Anfangsphase wird sich die OSIF auf die personellen Ressourcen und die Einrichtungen der ARIF abstützen, um die Kosten möglichst gering zu halten. Die FINMA hat in Bezug auf die Bildung der OSIF keinerlei Einwände erhoben oder Hemmnisse aufgestellt.

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[accordion-item title=”Wann erhält die OSIF die Zulassung als Aufsichtsorganisation?”¨]

Die OSIF hat ihren Zulassungsantrag am 16.01.2020 gestellt. Die FINMA hat sechs Monate Zeit, um über diesen Antrag zu entscheiden. Da aber das Dossier der OSIF schon vor Inkrafttreten des Gesetzes bereitstand, könnte die Zulassung der AO noch vor Ende Juni 2020 erfolgen.

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[accordion-item title=”Über welche Vorteile verfügt die OSIF gegenüber den anderen Aufsichts­organisationen?”]

Die OSIF wird die einzige Aufsichtsorganisation sein, die hauptsächlich in der Westschweiz tätig ist. Ihre räumliche und sprachliche Nähe sowie die Kenntnisse des regionalen Marktes erleichtern ihr den Zugang zu den Finanzinstituten dieser Region. Die OSIF wird auf der bereits bestehenden Grundlage der Association Romande des Intermédiaires Financiers (ARIF) geschaffen. Diese geniesst das Vertrauen der Behörden und die Treue ihrer Mitglieder, welche die hervorragenden Dienstleistungen zu schätzen wissen. Die OSIF wird von den Strukturen und der finanziellen Unterstützung der ARIF profitieren können, wodurch sie ihre Kosten minimieren kann.

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[accordion-item title=”Was wird der Anschluss an die OSIF kosten?”]

Für neue Beaufsichtigte wird eine Gebühr für die Unterstellung, für die Prüfung des Antragsdossiers sowie für verschiedene damit zusammenhängende Formalitäten erhoben.

Für Mitglieder sowie Nichtmitglieder der ARIF, die rasch der OSIF beitreten, d.h., bis spätestens am 31.12.2021, fällt keine Pauschalgebühr für die Unterstellung an.

Danach werden ein Jahresbeitrag für die Unterstellung sowie Gebühren für verschiedene tatsächlich erbrachte Leistungen anfallen. Ausserdem wird die FINMA eine Gebühr erheben für die Prüfung des Gesuchs für eine Bewilligung zur Ausübung der Tätigkeit, die erst nach der Unterstellung unter eine AO erfolgen kann.

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[accordion-item title=”Werden nebst den Kosten für die OSIF weitere Kosten anfallen?”]

Ja. Hinzu kommen noch die Kosten für den Anschluss an eine Ombudsstelle und vor allem die Kosten für die Aufsichtsprüfung durch einen vom Finanzinstitut ernannten zugelassenen Prüfer.

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[accordion-item title=”Wird die OSIF teurer oder billiger sein als andere Aufsichtsorganisationen?”]

Weder teurer noch billiger. Die OSIF wird sich mit den anderen Aufsichts­organisationen abstimmen. Die Kostenstruktur aller Aufsichtsorganisationen wird sich aus den gesetzlichen Anforderungen und den Vorgaben der FINMA ergeben, und diese lassen es nicht zu, dass sich die AO mit Billigangeboten gegenseitig konkurrenzieren. Da die Anforderungen für sämtliche Aufsichtsorganisationen die gleichen sein werden, wird auch der Betriebsaufwand ungefähr gleich hoch ausfallen.

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[accordion-item title=”Wie sehr wird die OSIF von Finanzinstituten abhängig sein?”]

Überhaupt nicht. Dies ist gesetzlich und nach Angaben der FINMA verboten. Konkret bedeutet das, dass sämtliche Organe der OSIF ihre völlige Unabhängigkeit gegenüber den von ihr beaufsichtigten Finanzinstituten belegen müssen. Die natürlichen Personen, aus denen sich das strategische Führungsorgan zusammensetzt, müssen zumindest zum grössten Teil unabhängig sein, während diejenigen, die für die operative Führung zuständig sein werden, völlig unabhängig sein müssen. Die OSIF ist weder von einem Berufsverband noch von irgendeiner politischen Organisation abhängig und hängt auch nicht von einer externen finanziellen Unterstützung ab, mit Ausnahme derjenigen von der ARIF bei der Schaffung der OSIF.

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[accordion-item title=”Ist es in Ordnung, dass die ARIF das für die Schaffung der OSIF erforderliche Startkapital bereitstellt?”]

Das ist völlig in Ordnung, denn die finanziellen Reserven der ARIF wurden aus den Beiträgen ihrer Mitglieder und der Vergütung ihrer Dienstleistungen gebildet. Mehr als die Hälfte dieser Mitglieder sind denn auch Finanzinstitute, unabhängige Vermögensverwalter oder Trustees, die sich in Zukunft der OSIF unterstellen müssen und zu dieser wechseln werden.

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[accordion-item title=”Was wird mit der ARIF geschehen?”]

Die ARIF wird als SRO für nicht dem FINIG unterstellte Finanzintermediäre bestehen bleiben.

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[accordion-item title=”Wo befinden sich die Büros der OSIF?”]

Die Büros der OSIF befinden sich an derselben Adresse wie diejenigen der ARIF, mit der sie die Räumlichkeiten teilt.

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[accordion-item title=”Wann kann ich mich frühestens der OSIF anschliessen?”]

Finanzinstitute können sich der OSIF anschliessen, sobald diese die Zulassung erhalten hat. Dies dürfte ab dem 1. Juli 2020 der Fall sein.

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[accordion-item title=”Ist es sinnvoll, mich sehr früh der OSIF anzuschliessen?”]

Ja, das ist sehr sinnvoll. Erstens, weil Vermögensverwalter zur Einhaltung des FIDLEG verpflichtet sind, um sich einer AO anschliessen und bei der FINMA eine Bewilligung einholen zu können. Deshalb müssen sie sich vorher vorbereiten, um die Übergangsbestimmungen des FIDLEG erfüllen zu können. Zweitens profitieren ARIF-Mitglieder, die schnell einen Anschluss an die OSIF beantragen, von finanziellen Vorzugsbedingungen bei der Unterstellung. Und schliesslich verfügen Unternehmen, die bereits eine Bewilligung eingeholt haben, in den Augen des Marktes, der Kunden und der Banken über einen Wettbewerbsvorteil.

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[accordion-item title=”Welches ist der späteste Zeitpunkt für den OSIF-Anschluss?”]

Für bestehende Vermögensverwalter und Trustees ist der letzte Anschlusstermin theoretisch der 31. Dezember 2022. Es ist jedoch zu bedenken, dass die zukünftigen AO-Beaufsichtigten ihr Bewilligungsgesuch der FINMA zwar bis zum 31. Dezember 2022 einreichen können, sich aber bereits vorher einer Aufsichtsorganisation angeschlossen haben müssen. Man sollte also mit dem OSIF-Anschluss nicht bis zum letzten Moment zuwarten, denn die Bearbeitung des Antragsdossiers benötigt eine gewisse Zeit, und manchmal sind noch Ergänzungen oder ein vorgängiges Gespräch erforderlich. Aus praktischer Sicht wäre es sehr unklug, länger als bis zum 30. Juni 2022 zuzuwarten.

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Prüfer

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[accordion-item title=”Was ist eine Aufsichtsprüfung?”]

Die Aufsichtsprüfung wird von der Aufsichtsorganisation oder von einem zugelassenen Prüfer vorgenommen, um zu beurteilen, ob das Finanzinstitut die aufsichtsrechtlichen Vorschriften des FINIG und, sofern anwendbar, des FIDLEG einhält. Die Prüfperiodizität variiert je nach Fall von einem bis zu vier Jahren. Geprüft werden zudem die GwG-Aspekte sowie die Jahresabschlüsse.

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[accordion-item title=”Welche Prüfer können eingesetzt werden?”]

Die Prüfer und die leitenden Prüfer bedürfen einer Zulassung durch die Aufsichtsorganisation. Prüfgesellschaften erhalten diese Zulassung, wenn sie diese unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen anfordern, insbesondere in Bezug auf fachliche Kompetenz, Weiterbildung, Unabhängigkeit und Gewährleistung einer einwandfreien Geschäftsführung.

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[accordion-item title=”Wer beauftragt den Prüfer?”]

Das Finanzinstitut beauftragt auf eigene Kosten einen Prüfer, den es aus dem Kreis der zugelassenen Prüfer gewählt hat. Aber auch die Aufsichtsorganisation wird die Möglichkeit haben, für besondere Prüfungen auf Kosten des Mitglieds einen Prüfer zu beauftragen.

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[accordion-item title=”Werde ich meinen statutarischen Prüfer beibehalten können?”]

Ihr statutarischer Prüfer kann auch als Aufsichtsprüfer fungieren, sofern er zugelassen ist. Sie können Ihren statutarischen Prüfer auch dann beibehalten, wenn er die Aufsichtsprüfung nicht durchführen kann. Dies führt indessen zu Mehrkosten, weil die Jahresabschlüsse auch bei der Aufsichtsprüfung geprüft werden müssen.

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[accordion-item title=”Was kostet die Aufsichtsprüfung?”]

Die Kosten der Aufsichtsprüfung werden zwischen dem Finanzinstitut und seinem Prüfer frei vereinbart. Sie hängen vom Umfang der anfallenden Arbeit, von der Unternehmensgrösse sowie von der Tätigkeit des Unternehmens und seinen Kunden ab. Von der Aufsichtsorganisation werden keinerlei Preisvorgaben gemacht.

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Schlichtung

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[accordion-item title=”Was ist eine Ombudsstelle?”]

Eine Ombudsstelle ist ein privates Schlichtungsgremium, das bei Streitigkeiten zwischen einem Finanzinstitut und einem seiner Kunden eine aussergerichtliche Lösung zu erzielen versucht.

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[accordion-item title=”Warum muss ich mich einer Ombudsstelle anschliessen?”]

Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

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[accordion-item title=”Was wird der Anschluss an eine Ombudsstelle kosten?”]

Die Kosten sind noch nicht festgelegt worden. Es wird ein Jahresbeitrag erhoben, und im Falle einer Inanspruchnahme der Ombudsstelle fallen zusätzlich Gebühren zu Lasten des Finanzinstituts an.

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[accordion-item title=”Welcher Ombudsstelle muss ich mich anschliessen?”]

Zurzeit gibt es noch keine zugelassenen Ombudsstellen. Diese Zulassung dürfte nach Inkrafttreten des Gesetzes erfolgen, vermutlich im Laufe von 2020. Falls keine Ombudsstelle zugelassen werden sollte, wird das Eidgenössische Finanzdepartement eine Bundesstelle mit dieser Aufgabe betrauen. Sobald eine Ombudsstelle feststeht, müssen sich die Finanzinstitute innerhalb von höchstens sechs Monaten ihr anschliessen.

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[accordion-item title=”Wer kann eine Ombudsstelle bilden?”]

Jeder Kandidat, der die erforderlichen finanziellen und organisatorischen Mittel hat und seine Unabhängigkeit von Finanzinstituten nachweisen kann, kann beantragen, Ombudsstelle zu werden. Vermutlich wird es mehrere geben.

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[accordion-item title=”Wann muss ich mich einer Ombudsstelle anschliessen?”]

Sobald mindestens eine Ombudsstelle existiert, werden die Finanzinstitute sechs Monate Zeit für einen Anschluss haben.

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[accordion-item title=”Kann die OSIF eine Ombudsstelle werden?”]

Nein. Ombudsstellen müssen absolut unabhängig sein.

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[accordion-item title=”Wird die OSIF den Anschluss an eine bestimmte Ombudsstelle vorschreiben?”]

Nein. Die Finanzinstitute können irgendeine zugelassene Ombudsstellen auswählen. Die OSIF wird indessen mit einer oder mehreren Ombudsstellen Vorzugsbedingungen für die von ihr beaufsichtigten Finanzinstitute aushandeln.

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Trustees

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[accordion-item title=”Welchen Vorteil hat ein Trustee von einem Anschluss an die OSIF?”]

Die OSIF wird von der Association Romande des Intermédiaires Financiers (ARIF) geschaffen. Die ARIF hat sehr viele Trustees als Mitglieder, die sie seit mehr als 20 Jahren überwacht. Sie verfügt über hervorragende Branchenkenntnisse. Ausserdem hat sie als einzige SRO eine GwG-Richtlinie für Trusts und vergleichbare Einrichtungen herausgegeben. Derzeit erarbeitet die ARIF zudem Standesregeln für Trustees, denen sie sich freiwillig anschliessen können. Die ARIF und die OSIF arbeiten auch auf Englisch. Die OSIF ist deshalb eine gute Wahl für Trustees und bietet ihnen eine Alternative zu anderen Aufsichtsorganisationen.

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[accordion-item title=”Was sind Standesregeln für Trustees?”]

Die Standesregeln für Trustees ist ein Dokument, das die ARIF in Konsultation mit Berufsleuten aus dieser Branche – ARIF-Mitglieder sowie Nichtmitglieder – und mehreren hochqualifizierten Fachleuten derzeit erarbeitet. Das Dokument stellt Verhaltensregeln für in der Schweiz tätige Trustees auf und kann ihnen als Leitlinie für die Erstellung interner Weisungen sowie als Rechtfertigung für die Regulierung ihrer Tätigkeit gegenüber Kunden oder Behörden in der Schweiz und im Ausland dienen. Da möglichst viele Meinungen berücksichtigt werden sollen, ist das Dokument derzeit noch in Bearbeitung.

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[accordion-item title=”Weshalb wurde beschlossen, Standesregeln für Trusts aufzustellen?”]

Der Wunsch nach Standesregeln ging von der Branche selbst aus. Die ARIF hielt es für sinnvoll, darauf einzugehen und es dieser Branche zu ermöglichen, die Bedingungen einer Selbstregulierung festzulegen. Dies, um zu verhindern, dass ihr eine solche Regulierung vom Gesetz auferlegt wird, oder, falls dies dereinst dennoch der Fall sein sollte, um deren Bestimmungen bereits im Voraus festzulegen.

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[accordion-item title=”Wird die Unterstellung unter die Standesregeln für Trustees obligatorisch sein?”]

Nein, die Unterstellung unter die Standesregeln für Trustees ist freiwillig.

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Ausbildung

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[accordion-item title=”Welche Ausbildung wird vorausgesetzt?”]

Es können sämtliche höheren Bildungsabschlüsse (Universitäten, Hochschulen, eidgenössische Diplome, gleichwertige ausländische Diplome) sowie schweizerische oder ausländische Fähigkeitsausweise im Bereich Finanzdienst­leistungen beziehungsweise im Bereich Trusts berücksichtigt werden. Je nach Angemessenheit der Ausbildung und der Art der von der Einrichtung angebotenen Finanzdienstleistungen kann zudem in gewissen Fällen eine Prüfung verlangt werden. Ausserdem wird auch die Berufserfahrung berücksichtigt.

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[accordion-item title=”Welche Berufserfahrung wird vorausgesetzt?”]

Grundsätzlich und gemäss dem FINIG werden mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Vermögensverwaltung beziehungsweise im Bereich Trusts vorausgesetzt. Es wird jedoch abgewogen, ob vor allem die Berufserfahrung für die tatsächlich vom Finanzinstitut angebotenen Finanzdienstleistungen angemessen ist.

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[accordion-item title=”Welche Personen müssen eine bestimmte Ausbildung oder Berufserfahrung haben?”]

Personen, die der Geschäftsleitung des Finanzinstituts angehören. Mindestens zwei dieser Personen müssen die Vorgaben bezüglich Ausbildung und Berufserfahrung erfüllen. In Ausnahmefällen, vor allem bei ganz kleinen Einrichtungen, reicht eine Person, die diese Vorgaben erfüllt.

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[accordion-item title=”Wird sich die OSIF an der Ausbildung beteiligen?”]

Nein. Diese Tätigkeit ist ihr gemäss Aufsichtsorganisationenverordnung (AOV) nicht gestattet.

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[accordion-item title=”Wer ist befugt, Ausbildungen anzubieten, wenn die OSIF das nicht darf?”]

Die Finanzinstitute und ihre Mitarbeitenden können aus dem im Markt bereits bestehenden Angebot an Lehrgängen frei wählen. Empfehlenswert ist insbesondere das Ausbildungsprogramm des Institut Supérieur de Formation Bancaire (ISFB), das alle für die CWMA-Zertifizierung erforderlichen Ausbildungen anbietet und das für die Organisation der Zertifizierungsprüfungen zugelassen ist (auch für anderswo erfolgte Ausbildungen). Die ARIF wird weiterhin eine GwG-Ausbildung anbieten und Seminare zu anderen aufsichtsrechtlich relevanten Themen (insbesondere FINIG, FINIV, FIDLEG, FIDLEV) organisieren.

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[accordion-item title=”Was ist die CWMA-Ausbildung?”]

Die CWMA-Ausbildung (Certified Wealth Management Advisor) besteht aus einem Lehrgang und einem Zertifizierungsprogramm der SAQ (Swiss Association for Quality), einem beim SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) akkreditierten Kompetenzzentrum. Die Ausbildung besteht aus Modulen, die nach einem Einstufungstest bedarfsgerecht belegt werden können, gefolgt von einer Zertifizierungsprüfung.

Die CWMA-Zertifizierungsprogramm beinhaltet auch Weiterbildungsangebote. Dieses Ausbildungs- und Zertifizierungsprogramm wurde von den meisten Schweizer Banken für ihr eigenes Personal übernommen.

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[accordion-item title=”Wird die OSIF vom Personal von Finanzinstituten eine CWMA-Zertifizierung verlangen?”]

Nein, das ist nur eine Option. Doch diese Zertifizierung wird von der OSIF in jedem Fall als ausreichend erachtet.

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[accordion-item title=”Weshalb propagieren die ARIF und die OSIF die CWMA-Ausbildung?”]

Die CWMA-Ausbildung gilt derzeit in der Schweiz als Branchenstandard für Bankfachleute. Da viele unabhängige Vermögensverwalter aus dem Banksektor stammen, haben viele von ihnen diese Ausbildung bereits abgeschlossen. Bis vor kurzem war die CWMA-Zertifizierung jedoch ausschliesslich dem Bankpersonal vorbehalten. Nun hat die ARIF mit der SAQ vereinbart, dass die Zertifizierung auch den unabhängigen Vermögensverwaltern offensteht, damit diese das gleiche Ausbildungsniveau wie ihre Bankkollegen vorweisen können. Die ARIF und die OSIF glauben, dass der prudenzielle Ansatz der Banken gegenüber ihren externen Vermögensverwaltern bewirken wird, dass sie von diesen eine Ausbildung verlangen, die derjenigen ihrer eigenen Mitarbeiter zumindest ebenbürtig ist.

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[accordion-item title=”Was kostet die CWMA-Ausbildung?”]

Ein vollständiger CWMA-Ausbildungskurs, der sich über ein Jahr erstreckt, kostet ca. CHF 6000.00. Doch die meisten Berufsleute müssen nicht den gesamten Kurs absolvieren; sie können sich nach einem Einstufungstest (Probeprüfung) diejenigen Module aussuchen, die ihnen notwendig erscheinen.

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[accordion-item title=”Ist es nötig, dass ich meine Ausbildung abschliesse?”]

Welche Ausbildung nebst der Erfahrung erforderlich ist, hängt von der Art der angebotenen Finanzdienstleistungen ab. Eine gute Möglichkeit, den eigenen Wissensstand im Bereich Vermögensverwaltung zu testen, ist die Teilnahme an dem vom ISFB organisierten CWMA-Einstufungstest.

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[accordion-item title=”Muss und kann ich die GwG-Ausbildung der ARIF fortführen?”]

Die GwG-Ausbildung für Finanzinstitute wird Teil der OSIF-Anforderungen sein. In der Praxis wird sie auch in Zukunft wie bis anhin von der ARIF bereitgestellt. Dasselbe gilt für Schulungen über die FINIG- und FIDLEG-Regeln.

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[accordion-item title=”Wird die ARIF den beaufsichtigten Finanzinstituten eine Ausbildung bereitstellen?”]

Die ARIF wird ihnen sowohl zum GwG als auch zu den anderen aufsichtsrechtlich relevanten Themen (insbesondere zu FINIG, FINIV, FIDLEG, FIDLEV) eine Ausbildung anbieten.

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FINMA-Bewilligung

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[accordion-item title=”Wann muss ich der FINMA mein Bewilligungsgesuch stellen?”]

Für Vermögensverwalter und Trustees, die am 31. Dezember 2019 bereits bestehen, ist der letzte Termin für ein Bewilligungsgesuch an die FINMA der 31. Dezember 2022. Doch ein solches Bewilligungsgesuch kann erst nach erfolgter Unterstellung unter die Aufsichtsorganisation gestellt werden.

Nachdem das Bewilligungsgesuch der FINMA gestellt wurde, können Finanzinstitute ihre Tätigkeit bis zur Entscheidung der FINMA weiterführen.

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[accordion-item title=”Wann muss ich der FINMA mein Bewilligungsgesuch stellen, wenn ich meine Tätigkeit als Vermögensverwalter oder Trustee erst im Laufe von 2020 aufnehmen werde?”]

Ein Finanzinstitut, das seine Tätigkeit im Laufe von 2020 aufnehmen wird, muss der FINMA sein Bewilligungsgesuch im Jahr nach der Zulassung durch die Aufsichtsorganisation stellen, voraussichtlich spätestens am 30. Juni 2021. Bis die FINMA ihre Entscheidung getroffen hat, kann es seine Tätigkeit weiterführen.

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[accordion-item title=”Wie steht es um die Finanzinstitute, die ab dem 1. Januar 2021 gegründet werden?”]

Diese Finanzinstitute können ihre Tätigkeit erst aufnehmen, nachdem sie von der FINMA eine entsprechende Bewilligung erhalten haben.

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[accordion-item title=”Werden die von der ARIF im Laufe der Jahre erhobenen Mitgliederdaten für das Anschlussgesuch und das FINMA-Bewilligungsgesuch verwendet?”]

Ja. Diese Angaben und Dokumente können, sofern sie noch aktuell sind, verwendet werden, um die Unterstellung zu erleichtern. Gewisse Angaben und Dokumente müssen jedoch aktualisiert werden, etwa der Strafregisterauszug oder der Lebenslauf von Personen, die seit langem tätig sind.

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[accordion-item title=”Wird die OSIF Fragen von Finanzinstituten im Zusammenhang mit der Beantragung der FINMA-Bewilligung beantworten?”]

Ja. Die OSIF wird Fragen von zukünftigen Beaufsichtigten bei der Zusammenstellung ihres Dossiers für die FINMA-Bewilligung, welches im Wesentlichen demjenigen der OSIF-Unterstellung entspricht, beantworten. Nach der Zulassung durch die FINMA kann die OSIF auch erläuternde Rundschreiben als Orientierungshilfe herausgeben.

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[accordion-item title=”Muss ich die SRO wechseln und aus der ARIF austreten?”]

Für jene Finanzintermediäre, die nicht dem FINIG unterstellt sind, wird die ARIF ihre Funktion als Selbstregulierungsorganisation weiterhin wahrnehmen.

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[accordion-item title=”Was müssen die DUFI (die direkt der FINMA unterstellten Finanzintermediäre) unternehmen?”]

Die Aufsicht über die DUFI durch die FINMA endet am 31. Dezember 2019. DUFI, die nicht dem FINIG unterstellt sind, müssen sich bis zum 31. Dezember 2020 einer SRO anschliessen. Diejenigen DUFI, die als dem FINIG unterstellte Finanzinstitute tätig sind, müssen sich einer SRO anschliessen oder einen OSIF-Anschluss beantragen und der FINMA bis zum 31. Dezember 2020 ein Bewilligungsgesuch stellen.

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[accordion-item title=”Müssen sich die Handelsprüfer einer AO anschliessen?”]

Nach dem aktuellen Stand der Gesetzgebung, ja. Die Handelsprüfer haben allerdings beim Eidgenössischen Finanzdepartement erwirkt, dass dem Parlament ein Entwurf zur Änderung zum FINIG vorgelegt wird, in dem sie die ausschliessliche Unterstellung unter die Kontrolle des Eidgenössischen Zentralamts für Edelmetallkontrolle fordern. Sollte diese Änderung vor Ende 2020 wirksam werden, so werden die Handelsprüfer vollständig aus dem FINIG und den SRO verschwinden.

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Beraterregister

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[accordion-item title=”Was ist das Beraterregister?”]

Das Beraterregister für Kundenberater erfasst alle natürlichen Personen, die Finanzdienstleistungen anbieten, aber nicht von einem im Sinne des FINIG zugelassenen Finanzinstitut angestellt sind. Das Register betrifft insbesondere reine Anlageberater, Fondsanbieter und vom Ausland aus tätige Anbieter von Finanzdienstleistungen. Die Registrierung erfordert die Bereitstellung von Informationen, die im Wesentlichen denjenigen des Personals von Finanzinstituten entsprechen.

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[accordion-item title=”Wird die ARIF ein solches Beraterregister führen?”]

Die ARIF bereitet derzeit einen Antrag für eine Bewilligung zum Führen eines solchen Beraterregisters vor.

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[accordion-item title=”Was wird ein Eintrag in das Beraterregister für Kundenberater kosten?”]

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen Kosten zwischen CHF 500.00 und CHF 2500.00 vor, die vom jeweiligen Aufwand abhängen. Hierzu ist anzumerken, dass diese Aufgabe der ARIF übertragen wird, die bereits über eine Datenbank mit den im Rahmen des GwG registrierungspflichtigen Personen verfügt. Dies wird das Verfahren vereinfachen. Dennoch wird eine Aktualisierung unumgänglich sein.

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[accordion-item title=”Wird die Registrierung der registrierungspflichtigen Berater zu einer späteren Beaufsichtigung führen und muss sie erneuert werden?”]

Möglicherweise muss auf Aufforderung der FINMA hin ein permanenter Aktualisierungsmechanismus eingerichtet werden, jedoch ohne prudenzielle Aufsicht.

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Zögern Sie nicht, mit all Ihren kleinen oder grossen Fragen an uns zu gelangen! Wir werden diese gerne beantworten und diejenigen, die von allgemeinem Interesse sind, in den vorliegenden Fragenkatalog aufnehmen. Vergessen Sie nicht, die Website der OSIF (www.osif.ch) regelmässig zu konsultieren.

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